Bevor man das wharenui (Haupthaus) betreten darf, findet eine Begrüßungszeremonie statt.
Wir mussten uns ca. 20 m vom Haus entfernt aufstellen. Alle Frauen mussten dabei vor den Männern stehen; als Schutzschild für die Männer…! Eine Maori sang etwas und deutete uns damit an, sich dem Haus langsam zu nähern. Im Haus selber mussten wir gegenüber den Gastgebern Platz nehmen; die Männer diesmal – wieder als Zeichen ihrer Wichtigkeit – vor den Frauen. Danach folgten Reden und Gesänge der Gastgeber und anschließend waren wir an der Reihe. Gott sei Dank übernahm diesen Part unser Guide, der selbst Maori ist, an der Universität arbeitet und dieses Marae mitgegründet hat. Leider erfolgte diese gut 45-minütige Zeremonie komplett auf Maori, sodass wir kein Wort verstehen konnten!
Danach begrüßten wir uns alle gegenseitig mit dem Hongi, bei dem man sich nicht nur die Hand reicht, sondern auch die Nasen aneinander drückt. Die Bedeutung der ganzen Zeremonie besteht darin, dass Gäste und Gastgeber eins werden.
Wir können uns glücklich schätzen, dieses traditionelle Marae kennen gelernt zu haben. Maraes gibt es zwar relativ viele, aber diese sind meist sehr touristisch. Alles in allem war es ein sehr interessanter Nachmittag.
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