Tokio – Shinjuku/Imperial Palace/Ginza/Akihabara

Erst mal sorry, dass wir so lange nichts von uns haben hören lassen, aber es gab natürlich gute Gründe dafür. Eigentlich wollten wir ja auf die Cookinseln fliegen, aber da uns die Flüge zu teuer waren, hatten wir uns schon darauf eingestellt in Patricks Ferien nichts zu machen. Doch dem Angebot für wenig Geld nach Japan zu fliegen, konnten wir natürlich nicht widerstehen! Und so ging es am 06. Juni sehr früh los in Richtung Tokio.

Der Flug verlief trotz kurzen, für diese Jahreszeit aber normalen Turbulenzen problemlos, wenn man mal davon absieht, dass der Landeanflug einem zeitweise wie freier Fall vorkam. Wahrscheinlich hatte der Pilot einfach die richtige Ausfahrt vorher verpasst! =) Während des Fluges hatten wir einen wunderbaren Blick und konnten so das ein oder andere Atoll sehen, bevor die Küste Japans in Sicht kam.Nachdem am Flughafen noch Fingerabdrücke genommen und wir fotografiert wurden, machten wir uns auf den Weg zum Hotel. Da wir uns vorher gut informiert hatten, bereitete uns die Orientierung keinerlei Probleme. Das Hotel erwies sich als Glückstreffer mitten im Vergnügungsviertel Shinjuku, das auch das Hauptviertel von Tokio – falls es eines gibt – ist. Die hier allgegenwertigen Knöpfe an der Toilette stachen uns natürlich gleich ins Auge.Gut gestärkt vom inbegriffenen Frühstücksbuffet traten wir am nächsten Morgen bei strahlendem Sonnenschein und gefühlten 30 Grad unsere Hardcore Sightseeing-Tour an.Nördlich vom Imperial Palace befindet sich Japans größter Torii (Tor), der den Eingang zum Yasukuni-jinja Schrein markiert.Nach einer kurzen Tour in dieser japanischen Kriegsgedenkstätte statteten wir dem laufenden Trödelmarkt noch einen kurzen Besuch ab und konnten hier allerlei japanisches Kleinod bestaunen. Anschließend wanderten wir durch die riesigen Gärten rund um den Imperial Palace, die eine Ruheoase inmitten dem Trubel der Metropole darstellen und u.a. verschiedenste Museen beinhalten. Leider ist es ohne zweimonatige Voranmeldung nicht möglich, einen Blick in den Imperial Palace selbst zu werfen und so konnten wir das gesamte, gut bewachte Areal nur umrunden, wobei wir an der Nijūbashi-Brücke eine kurze Rast einlegten.Das angrenzte hypercoole Ginza ist Tokios exklusivstes Stadtviertel. Hier finden sich alle teuren westlichen und asiatischen Designerläden. Wir waren aber nicht aufs Shoppen aus und haben daher nur leckere Mochis (gefrorene und gefüllte Kügelchen aus gestampftem Reis) genossen und sind dann weitergezogen.Wir dachten eigentlich im Elektronikparadies Akihabara u.U. ein neues Objektiv für unsere Cam billig erstehen zu können, aber nichts da. Die Preise lagen sogar noch über den deutschen.So ging es wieder zurück nach Shinjuku, wo wir auf das Tokyo Metropolitan Government Building fuhren, dessen 45. Stock ein kostenloses Observatory beherbergt. Von hier oben kann man gut sehen, dass anders als in anderen Weltmetropolen nicht Hochhäuser das Stadtbild prägen.Zurück durch die Straßen von Shinjuku, in denen man in extra Terminals sogar kostenlos seine Brille putzen kann, führte unser Reiseführer uns noch in ein exzellentes und billiges Sushi-Restaurant. Bereits nach dem ersten Tag fielen wir total geschafft – die heiße sowie schwüle Witterung tat ihr Übriges – und vollgefressen in unser Bettchen.

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