Puuh, zwar sind wir nun schon zehn Monate im schönen Neuseeland, aber auf der Nordinsel haben wir wegen Arbeits- und Studienstress tatsächlich einige Ecken noch nicht gesehen. Da die Zeit langsam knapp wird, stehen die nächsten Wochenenden noch einige Trips an. So ging es letzten Samstag knapp 400 km in den Norden zum Cape Reinga, Neuseelands nordwestlichsten Punkt. Wir bekamen auf der knapp fünfstündigen Fahrt wieder wunderschöne Landschaft mit vielen Rindern und Schafen zu sehen. Am Cape Reinga gibt es eigentlich nichts weiter zu sehen, doch stellt es trotzdem eine Touristenattraktion dar. Das liegt nicht nur an den angrenzenden Riesendünen – dazu gleich mehr, sondern auch am Beginn des sogenannten 90 Miles Beach. Außerdem verlassen hier nach dem Glauben der Maori alle Toten Neuseeland, um ins sagenhafte Hawaiki, dem mythischen Herkunftslands der Polynesier, zurück zukehren. Auch das Aufeinandertreffen des Pazifischen und des Atlantischen Ozeans ist ein faszinierendes Naturschauspiel, welches durch die unterschiedlichen Blautöne der beiden Meere wirklich gut zu sehen ist.

Hier noch der Blick auf den schönen Leuchtturm des Kaps:


Die erwähnten Sanddünen stellen einen unglaublichen Kontrast zur ganzen angrenzenden Landschaft dar. Kaum waren wir um die letzte Kurve gebogen, baute sich eine majestätische Sandwand vor uns auf. Wir kamen uns vor wie in der Wüste! Sand wohin das Auge blickte, in der Ferne das tiefblaue Meer und hinter uns die grüne, neuseeländische Flora und Fauna. Welch‘ Anblick!


Durch den extrem steilen Abhang kann man hier auch sehr gut Sandboarden. Da uns der Aufstieg aber schon ganz schön schwer fiel, ließen wir das lieber bleiben! ;-)

Weiter ging es ins knapp 150 km südöstlich gelegene Pahia. Pahia ist DER Mittelpunkt der Bay of Islands und erfreut sich in den Sommermonaten großer Beliebtheit bei Touristen und neuseeländischen Urlaubern. Viele kleine Inseln, wunderschöne Sandstrände und unbegrenzte Wassersportmöglichkeiten; hier findet jeder eine Aktivität. Da es mittlerweile schon Abend war und wir vom Tag geschafft waren, suchten wir uns nur noch eine urige Unterkunft.
Der nächste Tag war genauso schön wie der vorige, nur hatten wir aufgrund des monsunartigen Regens in Auckland die ganze Woche vorher keine Badeklamotten eingepackt. So blieb uns gar nichts anderes übrig, als die Bay of Islands mit dem Auto und zu Fuß anstatt beispielsweise per Segelboot zu erkunden. Hier ein Blick von Pahias Promenade:

Wir besuchten außerdem noch den Ort Waitangi, in dem 1840 der für Neuseeland wichtige Vertrag zwischen Vertretern Großbritanniens und Maori-Häuptlingen zur Gründung Neuseelands geschlossen wurde. Anschließend nahmen wir die knapp dreiminütige Autofähre auf die Halbinsel Russell, auf der neben dem gleichnamigen Dörfchen auch Okiato, Neuseelands erste Haupt“stadt“ liegt. Russell selbst ist ein kleines verschlafenes Örtchen, in dem noch viele Häuser aus der Kolonialzeit stehen. Das Duke of Malborough Hotel im zweiten Bild war außerdem die erste Bar Neuseelands, die eine offizielle Schanklizenz erhielt.



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