(Zweiter Teil unseres Reiseberichts von den Cook Islands; hier geht's zum ersten Teil.) Wir verließen Rarotonga am nächsten Morgen bei Regen, aber wir waren kaum abgehoben, schon zeigte sich die Sonne von ihrer schönsten Seite. Der Flug in der 30 Personen fassenden Propellermaschine war ein Erlebnis für sich. Nicht unangenehm, aber die Schubkraft von Turbinenflugzeugen ist doch etwas stärker!Schon der Anflug auf Aitutaki, ein sogenanntes gekipptes Atoll und eine der 13 weiteren kleinen Inseln der Cook Islands, ist ein Augenschmaus. Die Lagune war schon in Google Earth beeindruckend, aber in der Realität wurde das ganze nochmals um Längen übertroffen. Aber seht selbst:Am ‚Flughafen‘ wurden wir mit noch schöneren Blumenketten als auf Rarotonga begrüßt, die v.a. viel farbenfroher waren als die von anderen Resorts. So war klar, dass unsere Unterkunft halten würde, was die Berichte auf Tripadvisor versprachen.Unsere vollausgestattete Villa war sehr luxuriös und bot vom Bett einen direkten, unverbauten Blick auf das Meer. Wir genossen den Kokosnuss-Begrüßungscocktail auf unserer eigenen Veranda, bevor wir uns daran machten, die aus insgesamt acht Villas bestehende Anlage genauer zu inspizieren.Der sehr gepflegte Garten mit vielen tropischen Pflanzen war eine Augenweide. Der obligatorische Pool wurde von uns nie genutzt, war aber Ort für das Frühstücksbuffet.Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, schwingen wir uns auf die resorteigenen Fahrräder und umradelten das komplette Eiland in ca. zwei Stunden. Unterwegs genehmigten wir uns ein Eis, hielten ein Pläuschchen mit den überaus freundlichen Einheimischen und bekamen den ersten Eindruck vom beschaulichen Inselleben. „Island time“ ist überhaupt der Begriff, den man am Öftesten zu hören bekommt. Alles geht etwas langsamer und lässiger von statten.Wir genossen anschließend diesen Sonnenuntergang, bevor wir bei einer Flasche Sekt und einer DVD den Abend gemütlich ausklingen ließen.Für den nächsten Tag hatten wir eine Lagoon Cruise geplant. Los ging es um 9 Uhr morgens bei schönstem Sonnenschein. Gut, dass wir zum Abkühlen so oft ins Wasser kommen würden, denn die 28 Grad fühlten sich durch über 80 % Luftfeuchtigkeit nochmals um einiges heißer an. Unser Kapitän Teking fuhr uns zu zwei Schnorchelplätzen in der Lagune. Wir sahen eine unglaubliche Vielfalt an (v.a. bunten) Fischen, riesige Muscheln und blaue Korallen.Vor dem Lunchen wurden wir auf Honeymoon Island (heißt wirklich so) abgesetzt. Eine kleine Insel, der eine über 100 Meter lange und knapp 20 Meter breite Sandbank vorgelagert ist und auf der die britische Survivor-Serie gedreht wurde.Weiter ging es zur nächsten Insel, wo schon der Lunch für uns vorbereitet war. Es gab gegrillten Fisch und Hühnchen mit Taro (einer regionalen Kartoffelart), Bananenpudding (sehr lecker), verschiedene Salate und tropische Früchte.Für den Lunchplatz lassen wir wohl besser dieses Bild sprechen:Einfach nur der Hammer! Während wir aßen, schwammen unzählige Fische um uns herum; ein absolutes Erlebnis. Anschließend fuhren wir noch zu einer weiteren Insel, auf der wir einen kleinen Kokosnuss-Grundkurs bekamen. Außerdem ging es (leider) zum letzten Mal Schnorcheln, bevor wir auf One Foot Island einen letzten Stop machten. Hier gab es in der kleinsten Poststelle der Welt einen Stempel zum Andenken in unseren Pass.Der letzte Tag auf Aitutaki sollte noch mal sportlich werden. Wir bestellten uns Lunch und packten es mit unserer weiteren Ausrüstung in wasserdichte Taschen, täuten alles auf unseren Booten fest und los ging der Kayakspaß in der Lagune! Pünktlich zur Mittagszeit landeten wir auf einer der kleinen unbewohnten Inselchen, aßen zu Mittag und spielten ein bißchen Robinson Crusoe, bevor es wieder zurück ging.Wieder im Resort angekommen, bot uns David – einer der Angestellten – eine fantastische Kokosnuss-Show. Frische Kokosnuss schmeckt einfach so gut und der gereichte Pina Colada war definitiv der beste aller Zeiten! Einige Ausschnitte aus der Show: Anschließend genossen wir einen weiteren tollen Sonnenuntergang und unterhielten uns mit den anderen Hotelgästen, die eigentlich alle Honeymooner waren. Naja, wir waren nur da zum Urlaub machen!Am nächsten Tag ging es leider schon wieder über Rarotonga nach Auckland zurück. Falls ihr auch ein bißchen Fernweh habt, anbei noch mehr Impressionen in bewegten Bildern von unserem Urlaub im Paradies: Zusammenfassend war es ein spektakulärer Urlaub, in dem wir wieder mal viel gesehen haben und neue Kraft für die letzten drei Monate unseres Auslandsaufenthaltes tanken konnten. Rarotonga war zwar schon schön, aber das Wetter war uns dort nicht so gewogen. Außerdem sind einige Sachen, wie z.B. der Führerschein, absolute Abzocke. Aitutaki war dagegen einfach nur beeindruckend. Die Leute sind überaus freundlich; man kam so leicht ins Gespräch und wir wurden sogar aufgefordert, uns beispielsweise Bananen von den Bäumen zu pflücken, wenn uns danach ist! Die Lagoon Cruise in dem unglaublich azurblauen Wasser war darüber hinaus das Highlight unseres Besuches im Paradies.
Entgegen der herrschenden Meinung, dass wir ja schon im Urlaub sind, haben wir in Neuseeland mit Arbeit und Studium ganz schön viel zu tun. Und so freuten wir uns schon lange auf den wohlverdienten Urlaub auf den Cook Islands. Los ging es am Donnerstagabend mit dem Flug von Auckland nach Rarotonga, der Hauptinsel der Cook Islands. Wir kamen um ca. 3 Uhr morgens an und wurden mit duftenden Blumenketten von unseren Gastgebern begrüßt. Ein Ukulelespieler lieferte dazu die passende Musik und so waren wir bei tropischen Temperaturen auch sofort in Urlaubsstimmung.Nach knapp 15 Minuten Fahrt kamen wir in unserer Ferienwohnung an. Sie war gut ausgestattet und lag einen kurzen Fußmarsch vom Strand entfernt.Dieser war nach einer etwas unruhigen Nacht – die dort freilaufenden Hähne scheinen kein Zeitgefühl zu haben und krähen bereits um 5 Uhr ununterbrochen (!) – unser erstes Ziel. Weißer Sandstrand, Palmen und anderer tropische Pflanzen sowie kristallklares Wasser; wunderschön, nur was der erste Tag leider verregnet. So beschränkten wir uns auf Lunch und verbrachten die restlichen Stunden in unserer Unterkunft.Die folgenden zwei Tage waren dagegen super sonnig. Wir mieteten uns zuerst ein Auto bzw. einen Smart ;-) und machten uns daran, die Insel zu erkunden.Unser erster Stop war das Sheraton Hotel , dessen Bau Anfang der 90er Jahre angeblich mit Mafiageldern finanziert wurde. Allerdings wurde es nie fertiggestellt und diverse Investoren versuchten bisher vergeblich ihr Glück, das riesige Areal nutzbar zu machen. Heute ist die geisterhaft wirkende Ruine eine Touristenattraktion der besonderen Art.Weiter ging nach Avarua, der Quasi-Hauptstadt, wo wir nach einem kurzen Bummel die Polizeistation aufsuchten. Auf den Cook Islands braucht man nämlich einen örtlichen Führerschein, der für knapp 10 Euro zu erwerben ist. Richtige Touristenabzocke also. Nachdem wir eine halbe Stunde in der Schlange – wahrscheinlich die einzige auf der ganzen Insel – angestanden hatten, gingen der Dame allerdings die Karten aus. Da wir nicht den halben Urlaub auf der Polizeistation verbringen wollten, kamen wir der Aufforderung, am Nachmittag wieder zu kommen, nicht nach. Auf Empfehlung eines Freundes lunchten wir im Café des Maire Nui Gartens und genossen die angenehm chillige Atmosphäre umgeben von tropischen Pflanzen.Anschließend legten wir uns das erste Mal seit langem an den Strand und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Außerdem sahen wir beim Schnorcheln viele verschiedene Fische.Mit den ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes besuchten wir am Abend eine sogenannte Island Night. Einheimische, gekleidet in traditionelle Kostüme, führen dabei verschiedene Tänze auf während man lokale Spezialitäten zu essen bekommt.Jeden Samstag findet in Avarua ein Markt statt, auf dem sich die ganze Insel trifft und man alles kaufen kann, was man braucht. Verschiedenste Früchte, Backwaren, Kleidung, Schmuck sowie Kunsthandwerk.Wir frühstückten ausgiebig und suchten uns einen ‚neuen‘ Strand zum Schnorcheln.Nachmittags genehmigten wir uns noch ein paar Cocktails und machten es uns auf den resorteigenen Strandliegen gemütlich, wobei wir unsere ‚rote‘ Farbe intensivierten!Das nächste Bild sagt alles über die weitere Abendgestaltung aus. Einen perfekteren Platz zum Dinieren gibt es wohl nicht.Unser letzter Tag auf Rarotonga fiel dann leider total ins Wasser.Der Wetterbericht für Aitutaki versprach kaum Besserung und so war die Stimmung etwas gedrückt. Zum Glück sollten die Meteorologen nicht Recht behalten…
In den letzten Wochen haben wir auch endlich die Grillsaison oder die Barbecue Season, wie die Kiwis es nennen, eröffnet. Beim ersten Mal waren wir bei Blandine und der richtige Beginn – weil dort die Sonne schien und wir knapp 20 Grad hatten – fand dann mal wieder bei Jo und Frank statt. Der hier schwer zu besorgende Holzkohlegrill war aber nicht mit einem deutschen Modell zu vergleichen und so hat es auch einige Zeit/Bier gedauert bis wirklich alle verköstigt waren! Langsam naht auch die Zeit des Abschieds, da sich bei einigen das Auslandsjahr dem Ende zu neigt oder einige über Weihnachten heimfliegen und erst zum Start des ersten Semesters 2010 im Februar wieder kommen. So waren wir fast alle zusammen beim Japaner essen und haben uns gut mit Sushi, Sashimi, Tempura, Terijaki, usw. versorgen lassen. Außerdem haben wir beide das erste deutsche Filmfestival Neuseelands besucht und uns den Film ‚Novemberkind‘ angeschaut. War ganz interessant, mal wieder einen deutschen Film zu sehen. Im Allgemeinen stand das Festival unter dem Motto des zwanzigjährigen Jahrestages des Mauerfalls.
Kaum hatte Patrick sein letztes Assignment abgegeben, waren wir auch schon wieder auf Achse. Unser amerikanischer Freund Jeremy hatte uns schon des Öfteren eingeladen, eine Höhlentour mit ihm zu machen. Leider mussten wir ihm immer aus Zeitgründen absagen, aber vorletztes Wochenende war es endlich so weit. Es ging in den Norden und bevor wir zu den Waipu Caves fuhren, machten wir noch einen Abstecher an den benachbarten Strand.Touristen sind an diesen Höhlen nicht anzutreffen, da man hier weder das beliebte Blackwater Rafting machen noch sich abseilen kann. Mit professionellen Taschenlampen – mal wieder ausgeliehen von unseren Nachbarn – und unseren „letzten“ Klamotten und Schuhen waren wir perfekt ausgestattet für die folgende Erlebnistour. Schon nach 10 Metern war klar, dass das ganze eine schlammige Angelegenheit werden würde. Es hatte zwar die Tage vor unserem Trip nicht geregnet, so dass der Pegel des Höhlenflüsschens sehr niedrig war, aber nach dem Waten durch das 10 cm hohe Wässerchen hatten wir sofort nasse Füße. Der niedrige Wasserstand ermöglichte uns aber andererseits Zugang zu sonst unzugänglichen Stellen. Außerdem war es sofort stockdunkel. Wir kletterten über viele rutschige Felsen, zwängten uns durch die engsten Durchgänge, hangelten uns an Steinen entlang und bekamen sogar einen musikalischen Felsen zu sehen und hören (Anm.: das heißt wirklich so!).Das Sehenswerteste waren aber die überall an der Decke hängenden Glowworms. Diese hüllen die Decke in ein blau-weißlich schimmerndes Licht und es ist einfach ein fantastisches Naturschauspiel. Wir hatten in den drei Stunden viel Spaß, auch wenn es teilweise anstrengend war, und sahen außerdem hinterher wie Schweinchen aus, die sich gerade im Dreck gesuhlt hatten!
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