Wein und heaps of Flippers

(Roadtrip Südinsel - Teil 5 von 5; zu Teil GANZ nach unten scrollen)

Wir schliefen wieder in Richmond und machten uns früh am Morgen auf in die Malborough Sounds. Uns taten aber noch die Beine vom Vortag weh und außerdem sah es bereits wieder nach Regen aus. So machten wir weder eine Wanderung, noch unternahmen wir eine Bootsfahrt, die wir ja im Grunde schon im Juni mit der Fährüberfahrt von Wellington abgehakt hatten. Hier ein Blick in den malerischen Queen Charlotte Sound:Von Picton hangelten wir uns an der Ostküste entlang über Blenheim, mit seinen nicht enden wollenden Weinplantagen, nach Kaikoura.Hier hieß es am nächsten und letzten Tag unserer Reise sehr früh aufstehen, genauer gesagt um 4.30 Uhr! Der Unterwassergraben vor Kaikouras Küste ist nämlich ein Paradies für zahlreiche Meeresbewohner wie Wale und Delphine. Ferner kann eine Vielfalt von Seevögeln beobachtet werden. Wir hatten uns für eine Delphin-Watching Tour entschieden und da die Tiere des nachts fressen und am frühen Morgen zum Spielen an die Oberfläche kommen, ist es ratsam, möglichst früh auf dem Meer unterwegs zu sein. Nach knapp 25-minütiger Fahrt hatten Patrick als erster an Bord (danke Papa für das Fernglas!) und der erfahrene Skipper bereits mehrere Delphine ausgemacht. So hieß es für die Schwimmer, Ausrüstung anlegen und ab ins trotz Neoprenanzug eiskalte Wasser. Wir waren die einzigen Nicht-Schwimmer und hatten somit das Boot allein für uns. Die Wahl hat sich letztendlich ausgezahlt, da das Wasser erstens sehr trüb sowie zweitens eiskalt war und weil wir an Bord die viel besseren Schnappschüsse bekommen konnten. Hier die bildlichen Impressionen von diesem einmaligen Erlebnis:Die Tiere an der Oberfläche wurden auf knapp 200 geschätzt; diese Zahl mal 5 genommen, ergibt die Anzahl derer unter Wasser. Einfach nur faszinierend! Und man ist auch nicht müde geworden, ihnen beim Spielen und ihren sonstigen sozialen Aktivitäten zuzuschauen – wenn man trotz relativ ruhigen Meeres nicht gerade wegen Seekrankheit abgelenkt war! ;-)) Hier noch ein paar bewegte Bilder:


Nach 14 Tagen on Tour, knapp 4000 zurückgelegten Kilometern, 70 gezählten Mückenstichen, geschätzten 567 erschlagenen Sandflies sowie unzähligen beeindruckenden Landschaften ziehen wir folgendes Resümee: Die Südinsel Neuseelands bietet sogar noch abwechslungsreichere Natur als die Nordinsel. Allerdings ist es auch bedeutend kühler, regnerischer und um einiges ländlicher. Zwei Wochen reichen hier nicht aus, um alles genau zu sehen und/oder mehrtägige Wandertouren, die zu den schönsten der Welt zählen, zu unternehmen. Wir haben wieder sehr viel gesehen und erlebt. UND: die Frontscheibe mussten wir aus unerklärlichen Gründen doch nicht ersetzen lassen; Loch in der Urlaubskasse also doch nicht so groß! =)
Im Großen und Ganzen war der Trip der krönende Abschluss eines wunderbaren, facettenreichen und abenteuerlichen Jahres in Neuseeland. Die letzten vier Tage in Auckland werden noch mal stressig, bevor es am Samstag auf nach Hawai’i und anschließend nach Kalifornien geht. Wir freuen uns auf neue Abenteuer!

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