Hawai'i

Nach einigen Abschiedsfeiern und einigen Tränen haben wir nun die Zelte in Auckland und auch in Neuseeland abgebrochen. Wir hatten eine schöne Zeit in Aotearoa, haben sehr viele Eindrücke und Freunde gewonnen und viel erlebt. Neuseeland, wir werden dich vermissen!
Obwohl Patricks Eltern schon einen halben Koffer unserer Sachen mit nach Hause genommen und wir außerdem ein 30 kg schweres Paket nach Deutschland geschickt hatten, haben wir die Koffer gerade so zu bekommen. Insgesamt standen 106 kg plus zwei Handgepäckstücke zu Buche! Somit war am Samstagmorgen unsere erste Sorge am Flughafen von Auckland für sage und schreibe 14 kg Übergewicht nicht groß zur Kasse gebeten zu werden! Aber der unschlagbare Kiwi-Service machte seinem Namen mal wieder alle Ehre und ersparte uns eine Menge Geld. Haere rá Aotearoa…
… Aloha Hawai’i hieß es acht Flugstunden später. Schwüle 24 Grad empfingen uns um 21 Uhr abends, so dass uns gleich der Schweiß von der die Stirn perlte. Der Shuttlebus war schnell ausgemacht und nach gut einer Stunde Fahrt erreichten wir unser Hotel in Waikiki. Neurenoviert erstrahlten die Zimmer in sattem Grün; wieder eine Top Wahl.Am nächsten Morgen ging es erst ein Stück am Alawai Kanal entlang und anschließend in Richtung Waikiki Beach.Waikiki Beach gehört zwar zu den berühmtesten Stränden der Welt, ist in Wahrheit aber keine Schönheit. Sehr viele Menschen drängen sich an diesem kleinen Strandabschnitt, der von riesigen (Hochhaus-)Hotelkomplexen eingerahmt ist und das Wasser ist darüber hinaus nicht besonders sauber.So hielten wir uns dort auch nicht allzu lange auf und besuchten stattdessen das Militärmuseum im angrenzenden Fort Derussy Park.Hier wird neben allgemein interessanten Kriegseinsätzen der USA vor allem die Pearl Harbour Geschichte erzählt. Abends bummelten wir entlang der Shoppingmeile von Waikiki und durch ein riesiges Luxuskaufhaus. Im Gegensatz zu uns fanden die überwiegend japanischen Touristen massenweise Mitbringsel!Danach genehmigten wir uns Dinner in einer angesagten Sushi-Bar. Leider war uns das Sushi aber zu Amerikanisch; d.h. sehr viel Mayonnaise und frittierte Rolls und Nigiri lassen den Fischgeschmack leider total in den Hintergrund treten. Lecker sah es aber zumindest aus:Am nächsten Tag stand Pearl Harbour auf dem Programm, den wir mit dem billigen Stadtbus nach knapp einer Stunde erreichten. Hier entschlossen wir uns nur das USS Arizona Memorial und nicht noch die USS Missouri – das letzte jemals gebaute Kriegsschiff der USA – und ein altes U-Boot zu besichtigen. Bereits der kleine Film, den man vor der Überfahrt zu sehen bekommt, war hoch interessant. Anschließend ging es mit dem Boot zur Gedenkstätte selbst, die direkt auf dem gesunkenen Rumpf des Kriegsschiffes USS Arizona, das damals einen Torpedovolltreffer erlitt, errichtet wurde.Nahezu alle Besatzungsmitglieder kamen bei dem Angriff ums Leben und sind teilweise noch im Schiffswrack eingeschlossen und fanden somit hier ihre letzte Ruhestätte. Einige der Überlebenden lassen sich heute noch dort mit ihren alten Kameraden „begraben“. Die Ahnentafel ist somit gleichzeitig ein großer Grabstein.Auch konnte bis heute nicht alles Öl abgepumpt werden, weshalb das Schiff eine dünne Ölschicht umgibt.Trotzdem hat sich mittlerweile ein natürliches Riff entwickelt und so schwimmen bizarrerweise viele bunte Fische rund um die Gedenkstätte.

Für die letzten zwei Tage hatten wir uns ein Auto gemietet, um bei der Erkundung der Insel flexibler zu sein. Erster Stopp war am nächsten Morgen die Hanauma Bay, ein erloschener Vulkankrater mit meeresseitiger Öffnung; daher auch der Name „gekrümmte Bucht“. Trotz horrender Eintrittspreise, um überhaupt den Strand betreten zu dürfen (!!), stellt die Bucht ein Schnorchelparadies dar. Es hat sich aufgrund dieser (bewegten) Bilder auch gelohnt:Wir haben sogar noch buntere Fische als auf den Cook Islands gesehen, auch wenn das Wasser um einiges trüber war.
Auf dem Weg entlang der Ostküste in Richtung Norden befinden sich unzählige weiße Sandstrände, an denen sich im Gegensatz zu Waikiki kaum jemand aufhält.Jurassic Park Fans wird diese Bergkette auch bekannt vorkommen.Die vielen Shrimpfarmen im Norden der Insel luden zum Mittagessen ein. Und ja, es war total lecker!Bevor wir den letzten Tag noch mit faul am Strand herumliegen verbringen konnten, galt es, nochmals ein paar Höhenmeter zu überwinden.Vom Gipfel des Diamond Head Crater, einem ehemaligen Militärgebiet sowie Vulkankrater, hat man einen super Blick auf Honolulu.Und in den Krater hinein ebenfalls:Anschließend ging es noch zur Dole Plantanation, der größten Ananasplantage der Welt.Neben einem Lernpfad über viele verschiedene Ananasarten kann man sich hier außerdem mit einer Parkeisenbahn herumkutschieren lassen, sehr hungrige Kois füttern oder sich den Weg durch den weltgrößten Irrgarten bahnen.
Wir waren danach so geschafft ;-), dass wir uns ein Ananaseis redlich verdient hatten. Auch wenn die Verkäuferin dreimal nachfragte, ob wir uns anhand der Größe dieses Eises wirklich sicher wären, waren wir standhaft. Nach gut 20 Minuten hatten wir diesen wahrhaft gewaltigen Koloss tatsächlich vertilgt und brauchten nichts anderes mehr zu essen an diesem Tag!Jetzt war endlich relaxen am Strand angesagt.Das war auch bitter nötig, da wir uns abends wegen unseres immensen Übergepäcks noch mit den Tanten von United Airlines herumschlagen mussten. Glücklicherweise drückten auch diese relativ schnell ein Auge zu. San Fran wir kommen!

1 Kommentar:

  1. Awesomen picturesen, Guysen!!!! hahahahaha

    Miss you both around!!!!
    Best wishes,
    Tchelo

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