Caving

Kaum hatte Patrick sein letztes Assignment abgegeben, waren wir auch schon wieder auf Achse. Unser amerikanischer Freund Jeremy hatte uns schon des Öfteren eingeladen, eine Höhlentour mit ihm zu machen. Leider mussten wir ihm immer aus Zeitgründen absagen, aber vorletztes Wochenende war es endlich so weit. Es ging in den Norden und bevor wir zu den Waipu Caves fuhren, machten wir noch einen Abstecher an den benachbarten Strand.Touristen sind an diesen Höhlen nicht anzutreffen, da man hier weder das beliebte Blackwater Rafting machen noch sich abseilen kann. Mit professionellen Taschenlampen – mal wieder ausgeliehen von unseren Nachbarn – und unseren „letzten“ Klamotten und Schuhen waren wir perfekt ausgestattet für die folgende Erlebnistour. Schon nach 10 Metern war klar, dass das ganze eine schlammige Angelegenheit werden würde. Es hatte zwar die Tage vor unserem Trip nicht geregnet, so dass der Pegel des Höhlenflüsschens sehr niedrig war, aber nach dem Waten durch das 10 cm hohe Wässerchen hatten wir sofort nasse Füße. Der niedrige Wasserstand ermöglichte uns aber andererseits Zugang zu sonst unzugänglichen Stellen. Außerdem war es sofort stockdunkel.
Wir kletterten über viele rutschige Felsen, zwängten uns durch die engsten Durchgänge, hangelten uns an Steinen entlang und bekamen sogar einen musikalischen Felsen zu sehen und hören (Anm.: das heißt wirklich so!).Das Sehenswerteste waren aber die überall an der Decke hängenden Glowworms. Diese hüllen die Decke in ein blau-weißlich schimmerndes Licht und es ist einfach ein fantastisches Naturschauspiel.
Wir hatten in den drei Stunden viel Spaß, auch wenn es teilweise anstrengend war, und sahen außerdem hinterher wie Schweinchen aus, die sich gerade im Dreck gesuhlt hatten!

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