Der nächste Tag begann wieder so früh, da wir auf den Tokyo Wholesale Market im Stadtteil Tsukiji wollten. Da es mittlerweile leider nicht mehr möglich ist, als Tourist an der Thunfischauktion früh um halb 6 teilzunehmen, mussten wir nicht ganz so früh aufstehen. Trotzdem gab es sehr viel zu sehen. Frischen Fisch in unglaublicher Vielfalt und Farbenpracht, riesengroße Muscheln, Krebse, usw., aber natürlich auch frisches Gemüse.





Wir hatten aber Glück und sind bei unserem Walk über das Gelände noch an zwei großen Thunfischen vorbeigekommen.

Wir haben auf jeden Fall viele Eindrücke bekommen, wobei man sagen muss, dass die Geschäftigkeit, die auf dem Markt herrscht, ein Erlebnis für sich ist!
Anschließend ging es mit der U-Bahn ins benachbarte Yokohama, das die zweitgrößte Stadt Japans, aber eigentlich mit Tokio verwachsen ist. Hier gab es den 296 Meter hohen Landmark Tower und einen Vergnügungspark direkt am Wasser, der eines der größten Riesenräder der Welt mit der großen Cosmo Clock beinhaltet, zu sehen.


Der internationale Hafen ist ebenfalls schön anzuschauen, auch wenn man an der einen oder anderen Ecke sieht, dass dessen Blütezeit schon etwas zurückliegt. Um genau zu sein, exakt 150 Jahre. Für die großen Feierlichkeiten zum Jubiläum waren wir – wie hätte es anders sein sollen – ca. eine Woche zu spät…


Im sich dem Hafen anschließenden Chinatown haben wir uns noch einen kurzen Snack gegönnt, bevor wir nach kurzem Shopping zurück nach Shinjuku gedüst sind. Da wir solch ein Chinatown schon in Hong Kong gesehen haben, hat uns dieses nicht sonderlich vom Hocker gehauen. Trotzdem war dieses verhältnismäßig ordentlich!


In Shinjuku haben wir erneut das Tokyo Metropolitan Government Building erklommen, um Tokyos Lichtermeer diesmal des Nachts aus der Vogelperspektive zu bestaunen.


Zum Abschluss waren wir nochmals hervorragendes Sushi essen und haben dabei unsere letzten Yen nahezu komplett ausgegeben; wir hatten schon Angst, dass wir am nächsten Tag aus Geldmangel nicht mehr zum Flughafen kommen würden! =))
Nachdem wir am letzten Morgen nochmals ausgiebig gefrühstückt und unsere Sachen gepackt hatten, stand noch der größte und – unserem Reiseführer nach – schönste Park Tokios auf dem Plan: Shinjuku Gyoen. Und es war tatsächlich eine Oase im geschäftigen Tokio, in dem wir unsere letzten Stunden in dieser großen Metropole verbracht haben.



Resümierend ist zu sagen, dass der „Urlaub“ ein echtes Erlebnis war und sich vollends gelohnt hat. Tokio ist eine Stadt, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte und aufgrund seiner Vielfalt auch in keinster Weise langweilig. Das öffentliche Transportsystem war definitiv das, was uns am meisten beeindruckt hat. Selbst zu den Stoßzeiten kann man es problemlos in den vielen Bahnen aushalten; wohl auch weil die Züge vieler Linien im zwei Minuten Abstand fahren. Man sollte sich aber unbedingt an den markierten Stellen anstellen, da Drängeln hier absolut untersagt ist. Und ja, die meisten Japaner haben definitiv das besagte „Pokerface“, das des Öfteren von einem Mundschutz verschleiert wird! Würde man einem Japaner außerdem das Handy wegnehmen, wäre er/sie ihrem Lebenselixier beraubt! Unglaublich auch, auf welche manchmal skurrile Weise die Telefone verziert sind und was alles an ihnen baumelt.
Ein riesengroßer Vorteil ist, die japanische Sprache zu beherrschen, da man selbst mit Englisch nicht weit kommt. Englisch wird zwar in der Schule gelehrt, aber es wird mehr Wert auf die Grammatik als auf die Aussprache und Kommunikation gelegt. So kann es helfen, Zettel und Stift dabei zu haben, um das gewünschte aufzuschreiben.
Wir haben Tokio genossen und würden definitiv noch mal hinfliegen; dann aber ohne Hardcore-Sightseeing!