Tokio – Ueno/Asakusa/Harajuku/Shibuya/Roppongi

Am zweiten Tag nahmen wir die Yamanote Line (Ringlinie und wichtigste Verbindung Tokios) und stiegen am Yanaka Cemetry aus. Dieser ist einer der ältesten und größten Friedhöfe Tokios und ist auf jeden Fall sehenswert, da ein Unterschied zu christlichen Friedhöfen deutlich sichtbar ist.Weiter ging es durch den Ueno Park, der im Frühling mit all seinen Kirschbäumen – laut Reiseführer – eine wahre Pracht sein muss. Uns kam er aber total vernachlässigt, verdreckt und von Obdachlosen bevölkert vor, auch wenn einer der Schreine gerade repariert wurde und die Friedenstaube sowie die Wunschplättchen davor sehr ansehnlich waren.Nachdem wir noch kurz die Statue des letzten Samurai „besichtigt“ hatten, ging es ohne große Umschweife ins Zentrum von Ueno, da auch das berühmte Nationalmuseum im Park just an diesem Tag geschlossen hatte.Hier machten wir uns zunächst einen Überblick über die japanische Mode, wobei sich Patrick natürlich mal wieder ein T-Shirt kaufen musste! Auch wenn uns die Verkäufer/innen nicht verstehen konnten, waren sie doch sehr hilfsbereit und immer sofort zur Stelle. Weiter ging es durch die Ameyokochō Straße, in der man alles Mögliche – sogar eine DDR-Uniform! – erwerben kann. Selbstverständlich konnten wir uns auch nicht einer der unzähligen Spielhallen entziehen und versuchten – leider ohne großen Erfolg – unser Glück. So ein Glücksbärchen oder eine riesige Micky Maus wäre schon toll gewesen … =)Der große buddhistische Sensō-ji Tempel und seine Shinto-Schreine im angrenzenden Stadtteil Asakusa ziehen Touristen und Einheimische in Scharen an. Eine sehr schöne, aber eben von vielen Touristen bevölkerte Anlage. Die Schreine und Tore sind in einem super Zustand, weil sie wahrscheinlich erst vor kurzem renoviert wurden. Auch der Tempel war beeindruckend, obwohl wir nur das Innere bestaunen konnten, da er außen – wie soll es bei unserem Glück mit berühmten Bauten in Weltmetropolen auch anders sein – eingerüstet war!Da wir mittlerweile ganz schön geschafft waren, gönnten wir uns erst mal einen Kaffee im nahen Starbucks, bevor wir das beste Sushi-Restaurant Tokios – der Australier neben uns bezeichnete es sogar als das beste Japans – „erstürmten“! Eine solche Vielfalt an Sushi haben wir noch nie vorher gesehen und es war soooooo lecker und frisch. Was da neben bekanntem Sushi alles auf dem Fließband angefahren kam: Krebs, Muscheln, Schnecken, Krabben, Seeigel, und so weiter. Für uns war es definitiv das Dining-Erlebnis des Urlaubs, wobei die Köche auch noch Animation machten. Wir haben zwar kein Wort verstanden, aber es hat auch so beeindruckend geklungen!
Am nächsten Tag schlenderten wir durch die v.a. bei jungen Leuten beliebte Shoppingmeile von Harajuku. Wir sahen zwar viele Mädchen in lustigen Kostümchen, aber eine richtige, von Anja inständig herbeigesehnte Gothic-Lolita lief uns leider nicht vor die Linse! Scheinbar lag unser Reiseführer mal wieder richtig und sie versammeln sich dort nur sonntags.Ferner befindet sich in diesem Stadtteil der wichtigste Schrein Tokios – ja, in Tokio gibt es soooo viele Schreine! Der Meiji-jingū mit seinen Inner und Outer Gardens ist nicht nur das Pilgerziel der Japaner schlechthin, sondern auf dem Areal finden außerdem viele verschiedene Festivals statt, die wir leider um ein Haar verpasst haben. Die Gärten sind riesig, wenn man bedenkt, dass in Japan Platz ein Luxusgut ist.Nach dieser Ruheoase ging es ins geschäftige Shibuya nebenan. Absolute Shopping-Destination und v.a. nachts sind die ganzen Leuchtreklamen und Neonröhren ein Erlebnis, da sie die Nacht in strahlend helles Licht tauchen. Die einzig wahre Attraktion ist der weltgrößte Zebrastreifen direkt an der Station.Aber seht euch dieses Schauspiel, das vom Starbucks sehr gut zu beobachten ist, selbst an:

Um unser Hardcore-Sightseeing-Programm an diesem Tag abzuschließen, fuhren wir noch ins fürs Nachtleben bekannte Roppongi. Einheimische sind hier allerdings kaum zu finden. Roppongi war noch vor Jahren ein relativ schäbiger Stadtteil, wenn man mal von den ansässigen Botschaften absieht, wurde aber durch zwei neue state-of-the-art Komplexe – Tokyo Midtown und Roppongi Hills – erheblich aufgewertet und ist mittlerweile Tokios Künstlerviertel, in dem sich viele Galerien und Kunstmuseen befinden.Nach einem langen Walk zum Tokyo Tower – eine rot-weiße Kopie des Eiffelturms und Tokios höchstes Gebäude – waren wir tatsächlich viel zu geschafft, um uns in einer der unzähligen Bars noch ein Bier zu genehmigen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen