Nach knapp fünf Stunden Flug kamen wir um halb sechs Uhr morgens am San Francisco International Airport an. Unser vorbestellter Shuttle wartete bereits auf uns und so waren wir bereits um halb sieben im ebenfalls im Voraus gebuchten und zentral gelegenen Hotel. Trotz der frühen Morgenstunden konnten wir einchecken und noch ein kleines Nickerchen halten, bevor es auf Sightseeing-Tour ging.
San Francisco ist eine wunderschöne Stadt, die alt und neu und verschiedene Kulturen mustergültig unter einen Hut bringt. Rund um den Union Square, San Frans zentralen Platz, gibt es viele kleine Gässchen, in denen sich wieder rum viele Galerien und Cafés befinden.

Nach kurzer Orientierung entschlossen wir uns für eine Hop-on/Hop-off Stadtrundfahrt, die uns aufgrund zweitägiger Gültigkeit und diverser Stopps auch super als Transportmittel diente. Viele solch gut in Schuss gehaltene viktorianische Häuser machen die Stadt zu einem echten Schmuckstück:

Und von den aus der Fernsehserie „Full House“ bekannten Six Sisters hat man einen tollen Blick auf die Stadt.

Absolut schönstes Gebäude ist aber das Rathaus, das mit der Oper und einigen anderen Verwaltungsgebäuden in einem allgemein schönen und herausgeputzten Viertel liegt.

Auch der Golden Gate Park, der flächenmäßig größte Stadtpark der USA (noch vor New Yorks Central Park), mit einem großen Gewächshaus, dem Museum für Naturkunde, einem Kunstmuseum, einem japanischem Teegarten und vielen Sport- sowie Teichanlagen lassen sich sehen.

Leider wird das Bild von sehr vielen Obdachlosen, die wohl dort hausen, getrübt. Wahrzeichen der Stadt ist bekannterweise die Golden Gate Bridge und wir hatten das Glück, sie an beiden Tagen nicht nebelverhangen betrachten und überqueren zu dürfen.


Fisherman’s Wharf mit direktem Blick auf Alcatraz war unsere nächste Anlaufstelle.

Am Pier 39 lassen sich Seelöwen in Hülle und Fülle bestaunen. Wir hätten in Neuseeland also nicht erst unbedingt eine zweistündige Wanderung auf uns nehmen müssen; hier lagen sie direkt vor unserer Nase inmitten der Stadt!

Weiter betrachteten wir eine Sammlung von alten Booten, bevor es am frühen Abend auf nach Alcatraz ging. Schon aus der Ferne ist die ehemalige Gefängnisinsel eine imposante Erscheinung.

Die von uns gebuchte Nachttour bot einige spezielle Attraktionen im Vergleich zur „normalen“ Tagestour. So umfuhren wir z.B. die Insel erst komplett mit dem Schiff, was uns bereits einen tollen Gesamteindruck verschaffte.

Am Anleger begrüßten uns neben dem einzigen noch erhalten Wachturm, ein Schild, das mit Spuren der Besetzung durch die amerikanischen Ureinwohner von 1969 bis 1971 aufwartet.


Nachdem uns ein Guide bis zum Eingang des ehemaligen Gefängnistraktes geführt und nebenbei ein paar interessante Geschichten erzählt hatte, bekamen wir einen Audioguide und durften das Gelände auf eigene Faust erkunden. Da es auf Alcatraz kein fließendes Wasser gab und gibt, hat man kurzerhand einen imposanten Wasserturm gebaut.

Das Beeindruckendste war aber natürlich der Gefängnistrakt selber. Unvorstellbar, in welch kleinen Verschlägen die Verurteilten hausen mussten und v.a. dass es so viele Zellen gab.



Bei dem Fluchtversuch, der später mit Clint Eastwood verfilmt wurde (Flucht von Alcatraz), hatten drei Gefangene ihre Betten so präpariert, dass es aussah als würden sie ruhig und friedlich schlafen. Sie hatten aber die Öffnung der Lüftungsschlitze soweit vergrößert, dass sie die Zelle durch den Lüftungsschacht ungesehen verlassen konnten. Diese Zellen sind original hergerichtet worden.

Hier noch der Leuchtturm der Insel, der die ganze Bay of San Francisco ausleuchten kann.

Besonderes Highlight ist die Nähe zur Stadt bzw. allgemein zum Ufer. Da wir uns gleich am Anfang von allen Touristen, die genau der Wegbeschreibung des Audioguides gefolgt sind, abgesetzt hatten, bekamen wir die Skyline von San Fran bei Dämmerung und Nacht zu sehen und außerdem dieses tolle Sonnenuntergangsfoto der Golden Gate Bridge.



Durchgefroren wieder an Land angekommen, ging es fast bis vor unser Hotel mit der berühmten Tram die steilen Straßenzüge hinauf und hinab (ja, die Bilder sind noch bei Tageslicht, da wir abends keine Lust mehr auf Fotographieren hatten!).


Am nächsten Morgen statteten wir Chinatown und dem Finanzdistrikt mit der Transamerica Pyramid, mit 260 Metern San Francisco höchstem Wolkenkratzer, noch einen Besuch ab, bevor wir unser bestelltes Mietauto abholten.

Und das war ein Schiff! Wir hatten zwar wegen unseres Gepäcks ein etwas größeres Auto bestellt, aber letztendlich haben wir nochmals ein ordentliches, kostenfreies Upgrade bekommen. Mit einem sehr komfortablen Chevrolet Impala, der natürlich mit gehörig Power unter der Haube ausgestattet war, cruisten wir die nächsten neun Tage durch den Westen der USA.

Bevor es auf dem Highway Number 1 Richtung Süden ging, legten wir auf den Twin Peaks einen letzten Stop in San Francisco ein und konnten noch dieses Panorama bewundern.

San Francisco ist echt eine supertolle Stadt, in der man so viel machen kann, dass uns die zweieinhalb Tage natürlich nicht gereicht haben. Aber, wir werden auf jeden Fall wiederkommen!